Mittelständische Unternehmen sind in Zeiten starken Aufschwungs
ein bedeutender Wachstumstreiber und wirken stabilisierend im
schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Aber wie genau beurteilen sie ihre
aktuelle und zukünftige Geschäftslage? Wie steht es um die geplanten
Investitionen? Welche Forderungen richten mittelständische Unternehmen
in der Schweiz an die Politik? Gelingt es ihnen, qualifizierte
Arbeitskräfte zu rekrutieren? Gibt es regionale Unterschiede? Und nicht
zuletzt: Wie sehen sie die Finanz- und Wirtschaftskrise und ihre
Auswirkungen auf das eigene Unternehmen?
Die gegenwärtige Geschäftslage der mittelständischen Unternehmen in der Schweiz kann noch als robust bezeichnet werden. Die rückläufigen Entwicklungen lassen jedoch darauf schliessen, dass die
Rezession der Weltwirtschaft nach und nach auch bei den mittelständischen Firmen
in der Schweiz ankommt. Die tatsächlichen Auswirkungen bleiben aber noch abzuwarten.
Vergleicht man die Schweiz insgesamt mit ihren deutschsprachigen Nachbarländern, so zeigt sich,
dass die Schweizer KMU die momentane Geschäftslage noch am positivsten einschätzen.
Gefragt nach ihren Geschäftserwartungen in den kommenden sechs Monaten scheinen die mittelständischen Unternehmen in der Schweiz nicht mehr ganz so sehr an eine Verbesserung zu glauben. Immer mehr Unternehmen in der Schweiz planen, ihre Gesamtinvestitionen zu reduzieren. Per saldo ist erstmals mit sinkenden Investitionen zu rechnen.Falls die Unternehmen die angekündigten Investitionsreduktionen tatsächlich umsetzen, wird dies zu einer weiteren Abschwächung der Binnennachfrage führen und den Abschwung weiter verschärfen.
Die Umsatzentwicklung, die Lohnkosten sowie die gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise
sind aktuell die Themen, von denen die meisten mittelständischen Unternehmen
sagen, dass sie für sie von grösster Bedeutung seien.
Die Studie von Ernst&Young (1.3MB) lässt sich hier downloaden.